Seit „Desintegration“ begleitet der Vergleich mit The Cure beinahe jede Besprechung von Klez.e. Damals machten Tobias Siebert und seine Mitstreiter die Referenz sogar zum Programm. Nicht nur der Albumtitel verwies auf Robert Smiths Meisterwerk, auch musikalisch rückte die Band näher an Post Punk, New Wave und die melancholischen Bassläufe ihrer großen Vorbilder heran. Auf „Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht“ sind diese Einflüsse noch immer präsent, wirken mittlerweile aber deutlich selbstverständlicher. Klez.e zitieren nicht mehr, sie sprechen längst ihre eigene Sprache. Dabei fällt zunächst auf, dass die neue Platte etwas heller wirkt als ihre Vorgänger. Die Melancholie ist geblieben, ebenso die Schwere vieler Themen, doch immer wieder brechen große Melodien durch die Wolkendecke. Klez.e klingen weniger trostlos als zuletzt, ohne dabei ihren Grundton aufzugeben. Der Opener „Hymnus“ macht das eindrucksvoll vor. Getragene Synthesizer, tiefe Klavierakkorde und ein Rhythmus, der sich…
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