Theologieprofessor Ralf Frisch provoziert gerne mit steilen Thesen und spitzer Zunge und erntet dafür hin und wieder scharfe Kritik. Sogar seine eigene Hochschule hat sich kürzlich von ihm distanziert. Schade. Denn wir brauchen dringend mehr Leute, die ihre Kirche darauf hinweisen, worauf es eigentlich ankommt (vgl. a. hier). Nachfolgend zwei Auszüge aus einem aktuellem Interview mit Ralf Frisch (siehe a. Mehr Opium fürs Volk , #ad, Claudius, 2026): Sobald man dieses Kombimodell fährt – der gute Mensch und der gute Gott -, oxidiert der „gute Gott“ an der Luft der Aufklärung sofort zu einer Metapher für Zwischenmenschlichkeit. Übrig bleibt meist nur der gute Mensch. Als Lutheraner ist mir diese Form der Zuversicht auf das harmonische Zusammenspiel von Gott und Mensch nicht gegeben. Die Grundfrage ist: Glauben wir an eine rettende Transzendenz, an ein Geheimnis, das die Welt im Innersten und Äußersten zusammenhält, oder glauben wir nur noch daran, dass der gute Mensch die Antwort auf…
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