3 hours ago · Film & TV · 0 Kommentare

Der alte Hausmeister räumt auch am Sonntag den Müll weg, der vor seinem Gebäude liegt. Nicht, weil es seine Aufgabe wäre. Nicht, weil es jemand sieht. Er tut es, weil es richtig ist. Pflichtgefühl – eine Tugend, die so altmodisch klingt wie ein Smoking zum Frühstück, aber vielleicht gerade deshalb wieder Beachtung verdient. Die Anatomie einer vergessenen Tugend Pflichtgefühl ist das Gegenteil von Selbstdarstellung. Es funktioniert ohne Publikum, ohne Applaus, ohne Instagram-Story. Es ist die Stimme, die flüstert: „Das gehört sich so“ – auch wenn niemand hinschaut, auch wenn es unbequem ist, auch wenn es keinen messbaren Nutzen bringt. Es ist der Handwerker, der auch bei der letzten Schraube sorgfältig arbeitet, obwohl sie später unsichtbar wird. Die Kassiererin, die das Wechselgeld nachrechnet, auch wenn der Kunde bereits gegangen ist. Der Nachbar, der die Bäume, die über deinen Zaun ragen, schneidet, ohne darauf aufmerksam gemacht worden zu sein. Pflichtgefühl entsteht dort, wo…

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