3 hours ago · Leben · 0 Kommentare

Vorweg herzlichen Dank für Briefpost mit Beilage aus Bonn, eine so überaus willkommene Alliteration. Sehr schön! Und pardon für die Verspätung, die Post erreichte mich mit etwas Verzögerung. *** Am frühen Morgen stehe ich am Küchenfenster und sehe mit dem ersten Kaffee in der Hand auf den Spielplatz hinunter. Ich sehe eine Frau unbestimmbaren Alters, die in etwas gehüllt ist, was ein viel zu großer, daher unförmig wirkender Hoodie sein könnte. Ihre Frisur sieht sogar aus dieser Entfernung nach Bad-Hair-Day aus und sie hält ihre Arme eng um den Leib geschlungen, wie jemand, dem die Morgenluft entschieden zu kalt ist. Sie geht etwas gebückt, wie jemand, dem nicht ganz wohl ist, und sie greift nach den Ketten, an denen die Schaukel hängt. Mit einer zitternden Unsicherheit in den Fingern greift sie danach, wie man sie von Menschen kennt, welche dies und das konsumiert haben oder dringend erneut konsumieren müssten. Sie wischt die Sitzfläche der Schaukel mit dem Ärmel flüchtig und sicher…

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