Die Politik, allen voran die Regierung beschwört immer wieder den Konsens der Parteien. Man müsse sich »zusammenraufen«, um Wählerinnen und Wähler nicht in die Arme extremistischer Parteien zu treiben. Genutzt hat das freilich wenig, bei den kommenden Landtagswahlen in Sachsen prognostizieren die Institute mit satten 42% der Stimmen für die AFD einen erheblichen Zuwachs an Wählerstimmen. Warum ist das so und vor allem: Können wir den Machtzuwachs der Extremisten eigentlich noch stoppen? Ist es nicht so, dass gerade der zwanghafte versuchte Konsens in der Politik dazu führt, dass sich der Extremismus als politische Alternative Bahn bricht? Die wohl einflussreichste philosophische Abhandlung hierzu, stammt von der belgischen Politikphilosophin Chantal Mouffe und nennt sich Agonistischer Pluralismus (oder Postpolitik-Kritik). Mouffe kritisiert, dass wenn eine Gesellschaft versucht, jeden echten politischen Konflikt wegzudiskutieren und einen künstlichen, alternativlosen Konsens zu…
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