Veganismus wird heute für Vieles hergenommen. Für Ernährungstrends, für Marketingkampagnen, für ein Lifestyle-Label auf Produkten, die irgendwie »plant-based« klingen, für Lebenseinstellungen und häufig auch für ganz viel Selbsterhöhung. All diese unterschiedlichen Stile sorgen dafür, dass der Begriff so sehr gedehnt wird, bis er kaum noch etwas bedeutet. Das ist kein Zufall. Das ist ein Problem und wir müssen uns klar werden, wieso. Ursprünglich stammt der Veganismus aus einer abolitionistischen Bewegung heraus, die deutlich gemacht hat, dass der Vegetarismus kein erstrebenswertes Ziel ist. Milch und Eier einzuschließen, ist kein konsequenter Bruch mit der Ausbeutung von nicht-menschlichen Tieren und wer das erreichen möchte, der muss einen Schritt weitergehen. Damit das vermittelt werden kann, brauchte es eine Erklärung, ein klares Prinzip, auf das sich eine Bewegung berufen kann und so hat man sich positioniert: »Der Veganismus ist das Prinzip der Abschaffung der Ausbeutung von…
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