Wenn das Wetter gut ist, die Sonne scheint und die Temperaturen mitspielen, sitze ich auf der Terrasse. Ich schaue löcher in die Luft, gucke den Katzen beim Schlafen zu und den Vögeln beim Zwitschern und singen, oder ich lese. Sobald es geht, hält mich nichts davon ab, draussen zu sitzen. Dann ist es mir ganz egal, wie es in der Wohnung aussieht, ob in der Küche noch geputzt werden muss, ob die guten Gläser, die seit dem Wochenende auf der Abtropfplatte stehen, noch gespült werden müssen, ob irgendwo Staub liegt oder ob Katzenhaare durch die Wohnung wehen. Die leeren Mehrwegflaschen für Mineralwasser stehen da noch rum. Auf dem Kochfeld kleben noch Essensreste und Fettspritzer vom letzten Wochenende. Na und? Das ist alles nicht wichtig, nichts davon muss jetzt sofort und am liebsten schon vorgestern erledigt werden. Dafür puzzel ich im Terrassengarten rum, schnibbel hier, schnibbel da, guck den Blumen beim Wachsen zu: Ach, schau an, die Susanne ist auch wieder ein Stück länger…
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