Es ist sicher schön, wenn man für sein Produkt ein Signature Look gefunden hat, aber gerade bei einfachen Lösungen darf man doch dann auch mal überlegen, warum da noch kein anderer vorher drauf gekommen ist? Und wenn doch, warum sie es nicht gemacht haben. Aber solche Gedanken muss man erstmal haben. Oder Gegenargumente bewusst ignorieren. Aber Senf in viereckigen Gläsern mit obenliegender runder Öffnung? Was klingt wie die Hexaederur des Kreises, könnte man auch als Verschwendung eines Lebensmittels bezeichnen. Sind nicht nur die Ecken an sich fies, der Übergang vom Würfel zum zylindrigen Zugriff ist selbst für die abschließende Reinigung eine Herausforderung. Wobei ich beim Niederschreiben dieser Worte eine praktikable Idee habe: Vinaigrette. Mit den Senfresten im Glas einfach eine Salatsoße erschütteln, indem man die anderen Zutaten mit hineingibt. Das löst den Senf auch aus der letzten Ecke, bleibt nur zu fragen, ob die eingetrockneten Reste noch ihrer Aufgabe als Soßenemulgator…
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