30 minutes ago · Kultur · 0 Kommentare

Wenn wir das Wort „Minimalismus“ hören, haben wir meist ein bestimmtes Bild vor Augen: Ein schneeweißes Tiny House, genau 30 Kleidungsstücke im Schrank, eine einzelne Pflanze auf einem Tisch aus unbehandeltem Holz und ein Leben, das auf die Größe eines Handgepäckkoffers geschrumpft ist. Es ist die Ästhetik des Verzichts, die uns als das ultimative Ideal verkauft wird. Aber stellt das die Essenz des Minimalismus dar? Oder haben wir die Philosophie dahinter mit einer bloßen Design-Kategorie verwechselt? Die Frage, ob man auf 450 Quadratmetern leben, fünf Autos in den Garagen stehen haben und sich dennoch als Minimalist bezeichnen kann, klingt im ersten Moment wie eine Provokation. Doch bei genauerer philosophischer Betrachtung offenbart sich darin der eigentliche Kern einer befreiten Lebensführung. Minimalismus ist keine RechenaufgabeDer größte Irrtum über den Minimalismus ist der Glaube, er ließe sich in Quadratmetern oder der Anzahl von Besitztümern messen. Wer Minimalismus als das…

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