Meine Lieblings-Heimatstadt Erlangen hat es zu bundesweiter Aufmerksamkeit gebracht. Der Grund: Die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt hat den Wirten des hiesigen Volksfests namens Bergkirchweih empfohlen, bestimmte Lieder wegen frauenfeindlicher Texte nicht mehr zu spielen. Was folgte, war ein Lehrstück öffentlicher Erregungsmuster. Und der Fall hat schmerzhaft sichtbar gemacht, welche Stimme heutzutage fehlt … Kurz zu den Fakten, um eine Grundlage zu haben: Die Erlanger Bergkirchweih ist uralt, seit 1755 feiert hier das Volk. Tagsüber charmant unter großen Kastanien mit Riesenrad und Schießbuden. Abends weniger charmant vor allem auf den Bierkellern, sehr voll, sehr laut, mit sehr viel Alkohol. Nichts für mich, aber viele finden das toll, und das ist auch gut so. Selbstverständlich wird dort Musik gespielt, und zwar weder späte Streichquartette von Franz Schubert noch Konzeptalben von Pink Floyd. Es ist eher schlichte Musik, die dort ertönt, dem Alkoholpegel und damit der Merk- und…
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