Am 23. April war Weltbuchtag, darum schreibe ich über einige Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen oder gehört habe und die mir ganz besonders gut gefallen haben. Der Hexenschöffe war fordernder, als ich beim Ausleihen in der Online-Bibliothek gedacht hatte. Die Geschichte spielt um 1630 im Rheinland, konkret im beschaulichen Städtchen Rheinbach. Die Hexenverfolgung und -verbrennung ist ganz groß in Mode, es ist die Zeit, in der Menschen allein schon für die Anschuldigung, Hexen oder Zauberer zu sein, auf den Scheiterhaufen kamen. Nicht, ohne vorher ordentlich gefoltert zu werden, auf dass sie im Wahn vor Schmerzen weitere Personen der Hexerei und Zauberei beschuldigten. Unmenschliche Zustände. Was ich nicht gewusst hatte: Es gab auch damals schon Schöffen bei Gericht. Also Personen, die kein juristisches Fachwissen haben, die aber durch so etwas wie ehrbares Verhalten und Seriosität bekannt sind und darum eine beratende Rolle einnehmen – und die auch ein Stimmrecht haben. Die…
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