2 hours ago · Schreiben · 0 Kommentare

Ich tauschte ein paar Sprachnachrichten mit einem alten Freund aus. Vor drei Jahren zog er mit seinem Mann und deren Sohn aus beruflichen Gründen nach Paris, und obwohl er gerne länger dort bleiben möchte, wünschen sich Mann und der Sohn eine Rückkehr nach Berlin. Diesen Sommer werden sie zurückkehren und wieder ihre alte, geliebte Wohnung beziehen, die sie für die Zeit untervermietet hatten. Aus diesem Grund tauschten wir uns kurz über die Lage in Berlin aus und ich verfiel ziemlich schnell in eine negative Haltung, dass Berlin gerade irgendwie tot sei, keine Energie mehr habe, von der Progressivität nichts mehr übrig sei, alles irgendwie gelähmt sei, dass die Politik keine Vision für diese Stadt habe, dass die Vermüllung nicht abbricht, dass den Leuten ihre Stadt egal ist. Es folgte ein längerer Monolog, in dem ich mich ständig entschuldigte, dass ich nicht so negativ sein möchte. Wenn ich daran denke, wie Paris in den letzten Jahren radikal für Fußgänger und Radverkehr umgebaut und…

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