Am 23. April war Weltbuchtag, darum schreibe ich über einige Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen oder gehört habe und die mir ganz besonders gut gefallen haben. Damals, am Meer von Marco Balzano ist ein schönes Buch, ganz warm und trocken und schwitzig, heiß sogar, und träge, und vom Meer leicht salzig. Man bekommt Durst beim Lesen. Drei Männer, der Ich-Erzähler, sein Vater und sein Großvater, fahren von Mailand aus bis an die Küste von Apulien in Süditalien. Die Familie hat dort eine Wohnung, die sie verkaufen wollen. Oder müssen. Oder sollten. Ganz sicher sind sie sich mit dem Unterfangen nicht, es gibt Reibungspunkte, und der Großvater ist obendrein nicht ganz gesund. Aber die drei stellen sich ihren Gefühlen rund um die Wohnung, jeder hat andere Erinnerungen an „die alte Zeit“, als sie noch häufiger hier waren. Es ist ein Buch über Abschied, über das Nacherleben längst vergangener, anderer Zeiten. Mit jedem Abschied geht auch ein Neubeginn einher, oder zumindest eine…
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