Am 23. April war Weltbuchtag, darum schreibe ich über einige Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen oder gehört habe und die mir ganz besonders gut gefallen haben. Tage ohne Ende von Sebastian Barry ist in vielerlei Hinsicht ein etwas anderes Buch. Es ist recht brutal, und doch auch voller Liebe. Es ist wie eine wörtliche Rede geschrieben, und dadurch sehr direkt und nahbar. Und die Geschichte hat ein sonderbares Setting: Wir sind in den USA Ende der 1850er. Zwei Jungs, beide völlig heruntergekommen, verarmt und allein, treffen sich im Regen zufällig unter einer Hecke. Sie beschließen, Freunde zu sein und beginnen in einem Saloon als tanzende Mädchen. Der Eigentümer hat bewusst Jungs eingestellt, denn Mädchen gibt es in dieser Stadt keine, hier wohnen nur Minenarbeiter. Abends wollen die gemütlich Karten spielen, einen oder zwei heben und ein bisschen tanzen. Dafür verkleiden die beiden Jungen sich als Mädchen und werden einige Jahre lang selbst von den rauesten Typen sehr…
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