Michael hat bei sich über Mobys Porcelain, The Beach, die Neunziger und seinen heutigen Blick darauf geschrieben. Es geht dabei – so meine persönliche Interpretation – um Connectedness und Connectivity: Connectedness als Verbindung zum Moment, als unmittelbare Freiheit, das Leben zu spüren; Connectivity als Betriebssystem unserer Generation, die im Widerspruch zu Connectedness steht. Ich würde diesen Blick gar nicht als nostalgisch bezeichnen, auch wenn natürlich eine gewisse Wehmut mitschwingt. Eine Sehnsucht nach der Sehnsucht. Nach etwas, das vielleicht nicht nur die Formatierung der Plattform-Nutzungspfade hinter sich lässt, sondern auch die Worte selbst. Vielleicht beschreibt er damit unsere Krise. Eine Krise die in einigen Zügen der Sprachkrise des späten 19. Jahrhunderts ähnelt, aber durch den technologischen Zusammenhang stark darüber hinausgeht. Man könnte jetzt mit Spätkapitalismus, vernetzter Konsumgesellschaft, Plattformkapitalismus, vielleicht auch mit Mark Fisher als…
Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.