1 hour ago · Musik · 0 Kommentare

Berliner Klavierfestival 2026. Severin von Eckardstein spielt Mozarts Sonate c-moll KV 457, Schumanns Fantasie op. 17, Brahms‘ Klavierstücke op. 118, Liszt‘ Sonetto 123 del Petrarca sowie die Dante-Sonate. Das Festival gastiert wieder im kleinen Saal des Konzerthaus. Ich sitze auf Platz 5 links, das sind die kleinen Bänke an der Saalseite, die den Vorteil haben, dass man seitlich auf den Pianisten schauen kann und dabei die Beine ausstrecken. Wie beim letzten Mal denke ich zuerst: was für ein unscheinbarer und zurückhaltender Mensch. Von Eckardstein tritt auf die Bühne, verneigt sich knapp, setzt sich entschlossen hin und zuppelt dann eine Weile am Saum seines etwas flatterigen Hemdes und wuschelt sich durch die Haare. Während man im Publikum denkt, es geht wohl noch nicht los, hat er dann aber überraschend übergangslos schon angefangen zu spielen. Die Mozartsonate klingt erstmal etwas brav, den Anfang hört man auf vielen Aufnahmen deutlich kerniger und prägnanter. Hier klingt es…

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