1 day ago · Kultur · 0 Kommentare

Was steckt hinter der Liebe zum Frieden bei der neuen Rechten?Traditionell gilt der Pazifismus als eher linkes oder christlich-humanistisches Projekt. Er entstand aus der Überzeugung, dass Kriege meist Ausdruck von Herrschafts-, Klassen- und Machtinteressen sind und gewöhnliche Menschen für Konflikte sterben, die primär den Eliten, Staaten oder ökonomischen Systemen dienen. Die rechten Nationalisten hingegen standen für genau diese Machtinteressen, auch die, die neben "Nationalismus" das Label "Sozialismus" führen wollten. Die alte Rechte hatte regelrecht Lust am Krieg und keine Angst vor ihm. Heute fällt auf, dass ausgerechnet rechte Bewegungen in den USA und Europa ständig von "Frieden", "Abrüstung" und "Deeskalation" sprechen. (Israels Rechte bildet in ihrer bellizistischen Siedlungslust eine offensichtliche Ausnahme.) Die neue westliche Rechte präsentiert sich zunehmend anti-interventionistisch. Sind die Rechten jetzt zart, friedliebend und harmonieliebend geworden? Auf jeden Fall…

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