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Winter? Ham wa nich. Zumindest kommt es mir im Ruhrgebiet inzwischen manchmal so vor. Ich bin zwar eine ziemliche Frostbeule, aber bei Schnee werde ich plötzlich erstaunlich enthusiastisch. Weiße Landschaft, knirschender Schnee unter den Schuhen und diese eigentümliche Ruhe, die entsteht, wenn alles unter einer dicken Schneedecke verschwindet – dafür nehme ich sogar kalte Finger und eine rote Nase in Kauf. Richtigen Winter hatte ich lange nicht mehr erlebt. Bis ich Ende Januar 2015 nach Finnland reiste. Schon Tampere zeigte sich wunderbar verschneit und ich habe von der Stadt im Schnee bis heute einige meiner liebsten Winterfotos. Aber als ich schließlich nach Kittilä in Finnisch-Lappland flog und weiter Richtung Levi fuhr, bekam „viel Schnee“ noch einmal eine völlig neue Bedeutung. So viel Schnee hatte ich zuletzt als kleines Kind gesehen, als wir in den Bergen der damaligen Tschechoslowakei unterwegs waren. Plötzlich war ich wieder mittendrin: in einem Winter, in dem die…

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